Warum heißen Sonnenbrillen nicht Kopfbrillen, wenn ich sie eh nur auf dem Kopf trage?
Ich besitze eine rote Sonnenbrille. Ich trage sie seit drei Jahren. Auf meinem Kopf. Nicht ein einziges Mal auf meinen Augen.
Die These
Wenn ein Gegenstand nie für seinen eigentlichen Zweck benutzt wird, hat er dann überhaupt noch diesen Zweck? Oder ist meine Sonnenbrille in Wahrheit ein Haarreif mit Ambitionen?
„Ich bin keine Sonnenbrille. Ich bin ein Lebensgefühl.” – meine Sonnenbrille, vermutlich
Die Gegenargumente
Ich habe das mit Freunden diskutiert. Die Antworten waren gemischt:
- „Das ist halt Style.” (gültig)
- „Du hast Probleme.” (auch gültig)
- „Kann ich mal aufsetzen?” (nein)
Spät in der Nacht, alleine, mit Tee.
Die Erkenntnis
Vielleicht geht es gar nicht um die Brille. Vielleicht geht es um Möglichkeiten. Die Brille sitzt da oben und sagt: „Falls die Sonne kommt, bin ich bereit.” Sie ist Optimismus in Plastikform.
Ich werde sie weiterhin auf dem Kopf tragen. Aus Prinzip.
Nächste Woche: Warum Hosentaschen bei Jogginghosen immer genau so groß sind, dass das Handy rausfällt.